Liebe Freunde des „kunsthofgohlis“ und der „STIFTUNG - kunsthofgohlis“

Den heutigen Buß- und Bettag möchte ich dazu nutzen, um Euch über die weiteren Geschehnisse im Kunsthof zu informieren.

Nachdem die Zwangsvollstreckung bis 3. November richterlich ausgesetzt wurde, beantragte unser Anwalt eine Verlängerung des Vollstreckungsschutzes beim Landgericht Dresden.

Leider wurde dieser Antrag um erneute Gewährung von Räumungsschutz zurückgewiesen.

Herr RA Andreas Reschke zweifelt in seiner Stellungnahme das professionelle psychiatrische und psychotherapeutische Gutachten zweier sehr erfahrener und erfolgreicher Autoritäten auf diesen Gebieten an und argumentiert mit Aussagen von denunziantischen Nachbarn :

„ So war Frau Körner regelmäßig im Garten und im Pool, der auf dem Grundstück aufgestellt ist.

Teilweise gab es Gäste dabei. Sie erteilte einem der Vereinsmitglieder Arbeitsanweisungen für Gartenarbeit. Abends waren regelmäßig Freunde dort. Der Nachbar, der Zeuge André Laurich, erinnert sich daran, dass es dort eine entspannte Atmosphäre gab, was zuletzt auf laute Stimmen zurückgeführt wurde. Die Atmosphäre beschreibt er als lustig………..“

Es wurden Kopien von Fotos beigefügt, die in den Frühjahr- und Sommermonaten entstanden.

Soviel zu guter Nachbarschaft und gegenseitiger Achtung und Akzeptanz. Das deutsche Denunziantentum hat schon einmal in der Vergangenheit sehr vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet. Sind wir schon wieder dazu bereit?

Selbstverständlich legte unser Anwalt sofortige Beschwerde gegen die Ablehnung des Landgerichtes beim Vollstreckungsgericht des Amtsgerichtes Dresden ein.

Bei einem persönlichen Gespräches unseres Anwaltes mit RA Reschke legte dieser ihm nahe, dass Herr Klaus Wortmann eine Unterbreitung eines Kaufangebotes der „STIFTUNG kunsthofgohlis“ erwartet. Daraufhin hat unsere Stiftung ihm folgendes Angebot persönlich offeriert.

Daraufhin erhielten wir folgende Antwort:

Dazu möchte ich noch einige Anmerkungen machen:

​

In dem Rechtsstreit von 2015 zwischen Karsten Iohn, dem vorherigen Eigentümer des Anwesens, und Koerner/ Piller um die Veruntreuung der Fördermittel zur Flutschadenbeseitigung durch Karsten Iohn und dessen Bauleiter Steinerbrunner und der dadurch veranlassten fristlosen Kündigung wurde gerichtlich zu einer Einigung geraten. Daraufhin wurde uns die Auflage erteilt, einen neuen Eigentümer zu finden, der das Projekt „kunsthofgohlis“ weiter bestehen läßt und alle Verträge ihre Gültigkeit behalten. Daraufhin wurde uns durch die eifrige Unterstützerin und damalige Freundin Birgit Kirsch ihr Bruder, Klaus Wortmann, empfohlen, der mehrfach betonte, den Kunsthof unbedingt erhalten zu wollen.

Das Amtsgericht Dresden schloss am 22.12.2015 einen Vergleich mit folgendem Wortlaut:

​

„Kommt es zu einem notarischen Kaufvertragsabschluss zwischen dem Kläger ( Karsten Iohn ) und Herrn Klaus Wortmann, sind sich die Parteien einig, dass die vorbezeichnete Abrede zum Ende des Mietverhältnisses und die Räumungsverpflichtung der Beklagten entfällt und der Vertrag  unkündbar fortbesteht.“

​

Daraufhin wurde sofort nach Besitzübernahme durch Klaus Wortmann der „ Freundeskreis kunsthofgohlis“ durch Birgit und Thomas Kirsch gegründet.

Das erste Treffen dieses Freundeskreises, am 17. April 2016, wurde dazu genutzt, dass sich Familie Kirsch zu den nun stabilen Eigentumsverhältnissen des Anwesen durch die Eigentumsübertragung an Klaus Wortmann äußerte und in Abwesenheit von Herrn Wortmann versicherte, dass es im gemeinsamen Interesse aller liegt, den kunsthofgohlis zu erhalten.

Es wurde angeregt über die Zukunft des Kunsthofes diskutiert, insbesondere auf den Hinblick der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung, die im erfolgreichen Fall dann Eigentümer des gesamten Anwesens sein sollte. Es wurde dann die Frage gestellt, ob Herr Wortmann überhaupt bereit wäre, sein Eigentum an diese Stiftung zu veräußern, sollte es gelingen, den Kaufpreis gemeinsam aufzubringen. Familie Kirsch betonte noch einmal die Bereitschaft von Klaus Wortmann dieses Ansinnen zu unterstützen und mitzutragen.  ( Auszug aus dem Protokoll vom 17.04.2016 )

Es waren damals anwesend und bestätigten die Richtigkeit der Aussagen:

​

Prof. Dr. Günter Busch

Katrin Dönitz

Olaf Frackmann

Elke und Dr.John Medina

Birgit und Thomas Kirsch

Sigrid Koerner

Ulrike Quellmalz-Melzig und Ulrich Melzig

Uwe Piller

Jörn Richter

Bernd Rump

Sabine Schlotter

HC Schmidt

Helga Seidenschnur

Carola Zenner

​

Am 18. April 2016 kam es zu einem Treffen zwischen Klaus Wortmann, unserem Anwalt  Andreas Schreier, Adrian Petters, Uwe Piller und Sigrid Koerner

​

TOP 1 :  Information über die Initiierung des "Freundeskreis kunsthofgohlis" vom 17. April 2016.             

              Erklärung des Stiftungsmodells ( Sigrid Koerner ) als zukünftiger Träger des  

              kunsthofgohlis und die Bereitschaft zum Kapitaltransfer durch die erfolgreich gegründete

              Stiftung 

​

Auszüge aus dem Protokoll :

​

    1.    Vertragliche Zusicherung der Überführung des Anwesens bei erfolgreicher Stiftungsgründung und finanzieller Voraussetzung in das Eigentum der Stiftung

    2.    Miet- und/ oder Pachtvertrag erfolgt ausschließlich und vollständig mit dem Verein SALVE e.V. ein Vertrag mit der Gastronomie erfolgt über den SALVE e.V.

    3.    Berücksichtigung der Forderungen des SALVE e.V. nach der Flutschadensbeseitigung und dem Wiederaufbau des Kunsthofes

    4.    Mietverträge mit den Initiatoren des Kunsthofes ( Koerner / Piller ) werden unter Berücksichtigung der finanziellen Eigenleistungen und Investitionen abgeschlossen

    5.    Es wird auf Grund der hohen finanziellen und ehrenamtlichen Leistungen für den SALVE e.V. und des kunsthofgohlis ein lebenslanges Wohnrecht  für die o.g. Initiatoren im Grundbuch verbürgt.

    6.    Da das Ansinnen der zukünftigen Stiftung und des gemeinnützigen Vereines SALVE e.V. als Förderstätte für Kunst und Kultur satzungsmäßig manifestiert ist, darf das Anwesen nicht für marktspekulative  und privatwirtschaftliche Interessen missbraucht werden. Dieses muß vertraglich zugesichert werden. Sämtliche Investitionsmaßnahmen und notwendige Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen sind mit der Stiftung i.G. und dem Verein SALVE e.V. abzustimmen.

    7.    Verpflichtung, alle offenen Flutregulierungen gegenüber SAB und anderen im Interesse des SALVE e.V. in Zusammenarbeit mit Baugutachter Andreas Seidlitz zu organisieren

    8.    Gewerbepachtverträge sind abzuschließen unter Berücksichtigung von Baukostenzuschuß, abzulösen durch Ausführung von Bauleistungen, geldwerte Leistungen, Instandhaltungs- und Verschönerungsarbeiten, die eine Wertsteigerung ermöglichen

    9.    Steuerberatungsgesellschaft Doris Worm einbeziehen zwecks Klärung wirtschaftlicher und steuerlicher Verhältnisse bei Kauf und Verkauf der Immobilie unter Berücksichtigung steuerlicher Abschreibungen in besonderen Verhältnissen mit Stiftung und Verein

    10.    Einkalkulierung von Erzeugung eines Mehrwertes von ca. 30.000€ bis Kauf durch die Stiftung, um zusätzliche Kosten bei der Finanzierung durch Klaus Wortmann zu neutralisieren

    11.    Erklärung darüber, dass ein Erwerb der Immobilie durch die Stiftung bis spätestens 31.12. 2017 zu erfolgen hat

​

Einige Tage nach dem Geburtstag des kunsthofgohlis am 1. Mai 2016, zu dem auch Klaus Wortmann erschien, kam es zum Besuch von ihm und seiner Frau, einer Bauingenieurin, auf dem Anwesen, um sich die bauliche Substanz und die Gegebenheiten hier anzusehen.

Das erschreckende Erlebnis für uns war die Äußerung von Frau Wortmann, dass sie gern Ferienwohnungen errichten möchte und ich dann auf mein Atelier verzichten müßte.

Ich glaube, dass dieser Besuch den Stein ins Rollen brachte und wir dadurch schon am 12.10.2016 die fristlose Kündigung sämtlicher Miet- und Pachtverträge erhielten. Klaus Wortmann wurde im September 2016 im Grundbuch als Eigentümer eingetragen.

​

Um das Argument zu entkräften, dass wir „nur gewöhnliche Mietschuldner“ sind und Herrn Wortmann die ihm zustehenden Mieten schulden, was zum Kündigungsgrund führte, möchte ich noch einmal eine Aufstellung veröffentlichen, welche Leistungen und Investitionen wir hier nach der Flut 2013 in das Anwesen getätigt haben: 

​

Flutschadenbeseitigung und Wiederaufbau „kunsthofgohlis“  2013/ 14

11.396 Stunden  a  25,00 €                                                                          284.900,00 €

SUFW  Vereinshelfer Kultur                                                                            15.000,00 €

Sozialer Dienst Landgericht Dresden                                                             16.000,00 €

Darlehen Prof. Dr. Günter Busch wegen Forderungen ENSO                          6.000,00 €

Glasreparaturen Flut laut Rechnungen                                                             2.968,20 €

Kaminreparatur Rechnung                                                                                   347,48 €

Ausgaben Bau / Haus laut Quittungen                                                             7.406,54 €

Notstromversorgung des Anwesens / Quittungen Benzin                               1.820,91 €

Herstellung und Errichtung und Installation eines Wintergartens                   30.000,00 €

Kosten und Ausgaben 2013/ 14   Anwesen Dorfstrasse 4                               4.559,89 €

Kosten und Ausgaben 2015  Anwesen Dorfstrasse 4                                    14.115,08 €

Kosten und Ausgaben 2016  Anwesen Dorfstrasse 4                                    14.390,33 €

Kosten und Ausgaben 2017  Anwesen Dorfstrasse 4                                      9.763,42 €

ENTWURF, VORBEREITUNG, ANLEGEN, BEWIRTSCHAFTUNG, ENTWICKLUNG UND PFLEGE EINES „KÜNSTLERGARTENS“ AUF 2.500m2 FLÄCHE MIT BOTANISCHEN RARITÄTEN, EXOTISCHEN UND WERTVOLLEN GEHÖLZEN, STRÄUCHERN, GRÄSERN, STAUDEN UND BLUMEN

                                                                                                                      150.000,00 €  (geschätzt)

​

Liebe Freunde,

​

die einzige Möglichkeit, die uns noch bleibt, ist in die Öffentlichkeit zu gehen und Euch um Unterstützung zu bitten. Vielleicht gelingt es uns gemeinsam, Herrn Klaus Wortmann zum Überdenken seiner Entscheidung und zum Einlenken zu bewegen.

Wir kämpfen jetzt bereits seit über zwei Jahren um den Erhalt und die Existenz des Kunsthofes.

Es ist für beide Seiten ein zäher, nervenaufreibender Kampf, bei dem es keine Gewinner geben wird und kann. Ist es wirklich das Geld wert, dass Existenzen vernichtet werden, monetäre Interessen wieder einmal über eine Kunst- und Kultureinrichtung gestellt werden?

Der Wert einer Gesellschaft zeigt sich am deutlichsten in ihrem Umgang mit ihren Künstlern und Kulturschaffenden.

​

​

Siggi und Uwe vom kunsthofgohlis

Dresden, den 21. November 2018

REAKTION:

Seitdem ich das erste Mal den Kunsthof Gohlis betreten habe (IV. Quartal 2016) hat mich diese Kulturstätte und vor allem seine Betreiber, Sigrid und Uwe, sofort begeistert. Ein Ort von unsäglicher Kreativität. Egal wohin das Auge schaut, es gibt so viel zu entdecken, im Saal, im Hof, im Garten. Hier ist so eine gute Energie, dass sich Menschen zusammen finden, die dies spüren und für sich nutzen, egal ob Künstler oder Gäste. In all der Zeit die ich hier bin, hab ich noch nie einen Künstler erlebt, der enttäuscht von der Bühne gegangen ist. Im Gegentei, auch wenn manchmal nur ein paar interessierte Gäste da waren, die Künstler haben es genossen, auf der Bühne im Kunsthof zu stehen und die einmalige Energie, die hier ist, mitzunehmen und für sich nutzbar zu machen.

Wo in Dresden und Umgebung gibt es noch ein solches Kleinod von Kunst und Kultur? Ja wir haben in Dresden ganz "grossartige" Spielstätte, wie z. B. Kulturpalast, Semperoper, Kleines und Grosses Haus, Kraftwerk Mitte, um nur einige zu nennen, aber was passiert mit den kleinen Spielstätten? Die werden nach und nach geschlossen aus verschiedendsten Gründen. Meist ist es das Geld, was nicht mehr  aufzubringen ist, um Verbindlichkeiten zu tilgen. Ich würde mir so wünschen, dass die Stiftung Kunsthof Gohlis nicht umsonst gegründet wurde. Immerhin ist ein beträchtlicher Geldbetrag eingegangen, der als Grundlage für weitere Verkaufsverhandlungen dienen kann. Ich wünsche mir so sehr, dass letztendlich ein Weg zwischen den verhärteten Fronten gefunden wird und der Kunsthof Gohlis erhalten wird. Wir brauchen nicht noch mehr Wohnungen! Schaut Euch um in Dresden. Jedes freie Eckchen wird mit einem Wohnklotz versiegelt. Natur ade! Gut, das ist ein anderes Thema, zurück zum Kunsthof; ich werde mich weiterhin um den Erhalt dieser Kulturstätte einsetzen und ich bitte Euch um Unterstützung.  Rita Möbius

Spendenkonto der STIFTUNG kunsthofgohlis

Geführt bei der Commerzbank

IBAN: DE22850800000143013007

An/Betreff: Bürgerstiftung  Dresden/ STIFTUNG kunsthofgohlis

Projekt Stiftung-kunsthofgohlis 2018